Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.
Finanziert und unter- stützt wird das FJM ebenfalls durch
Flexibles Jugendmanagement im Landkreis Meißen
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Jugendforum im Landkreis Meißen - Sachbericht 2020
Beim Jugendforum geht es darum, dass sich junge Menschen aktiv einbringen und mitbestimmen können. Sie haben die Möglichkeit Ideen zu spinnen und eigene Projekte zu entwickeln, sie können kreativ arbeiten und durch ihre eigenen und verschiedenen Interessen, Fähig- und Fertigkeiten mitgestalten. Die Umsetzung des Jugendforums wird gewährleistet durch einen finanziellen Rahmen von 20.000,-€ (im Jahr 2020 durch einen Zuschuss aufgrund der Corona-Pandemie 24.000€), welche jährlich zur Verfügung stehen und durch zwei Partnerschaften für Demokratie gefördert wird. Dabei entscheiden die Jugendlichen selbst, wie dieses Geld eingesetzt bzw. ausgegeben wird. Ziel ist es, zu eigenen Projekten und deren Umsetzung zu aktivieren. Ihr Engagement, ihr eigenverantwortliches Arbeiten und somit ihre Mitgestaltung am Gemeinwesen stehen dabei im Vordergrund. Das Jugendforum ist ein Projektbaustein der Partnerschaften für Demokratie "Coswig und kommunale Partner" und "Riesa und kommunale Partner". Umgesetzt und organisiert wird das Projekt vom Kreisjugendring Meißen e.V. sowie dessen Netzwerkpartnern. Das Motto für die Begleitung der Jugendlichen durch die MitarbeiterInnen des Kreisjugendringes ist der Grundsatz "So viel wie nötig - so wenig wie möglich". Seit Ende 2015 hat sich das Jugendforum im Landkreis Meißen als eine Form der Jugendbeteiligung etabliert und verstetigt. Eine Gruppe von 14 jungen Menschen zwischen 15 und 26 Jahren aus verschiedenen Gemeinden des Landkreises arbeitete beim Jugendforum mit. Die Einschränkungen auf Grund der Corona-Pandemie haben natürlich auch die Arbeit des Jugendforums im Jahr 2020 beeinflusst. Trotzdem konnten das Plenumswochenende, mehrere Sitzungen und sogar eine Bildungsfahrt stattfinden. Mitglieder des Jugendforums waren darüber hinaus im Landkreis unterwegs und haben sich beispielsweise angeschaut, welche Projekte mit denen von ihnen im Jugendfonds bewilligten Mitteln umgesetzt wurden. Sie nutzten aktiv ihre Mitgliedschaft in den jeweiligen Begleitausschüssen der Partnerschaften für Demokratie und nahmen an verschiedenen Veranstaltungen innerhalb dieses Rahmens teil. Plenumswochenende auf dem Appenhof in Rothschönberg 07.- 09. 02. 2020 Noch vor den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie fand im Februar ein Plenumswochenende auf dem Appenhof statt, auf dem sich neun Mitglieder des Jugendforums über aktuelle Belange austauschen konnten. Hier wurden bspw. über die Richtlinien des Jugendfonds diskutiert, Projektideen für die neue Förderperiode besprochen und über die vergangene Arbeit reflektiert. Insbesondere wurden auch langfristige Ideen für die neue Förderperiode gesammelt. Dazu gestalteten die Jugendlichen ein großes Plakat, auf welchem sie ihre Ideen bildlich festhielten. So wurden dort u.a. auch Ziele für Bildungsfahrten festgehalten, Projektideen zu den Themenbereichen Umwelt und Ernährung sowie zu anstehenden Wahlen. Für das Jahr 2020 planten die Jugendlichen konkrete Projekte: Im Herbst sollte es – diesmal gemeinsam mit Kooperationspartnern aus dem Landkreis – wieder eine große Bildungsfahrt geben. Als Ziele wurden dafür Oświęcim mit dem ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz und Krakau ins Auge gefasst und die Jugendlichen bildeten für diese aufwendige Bildungsfahrt eine eigene Planungsgruppe. Außerdem nahm sich das Jugendforum die Organisation eines Jugger-Turniers für Ehrenamtliche vor und es sollten in Kooperation mit offenen Jugendhäusern Projekttage zum Thema Ernährung und Gesundheit umgesetzt werden. Auch die durch den Rücktritt des Meißner Landrates anstehende Landratswahl wurde in die Überlegungen mit einbezogen. Im Februar standen dazu zwar noch keine Details fest, dennoch entschieden sich die Jugendlichen auf dem Plenumswochenende für eine aktive Begleitung dieser Wahl aus jugendlicher Sicht. Weiterhin wurde in Anschluss an die U18plus-Wahlparty, welche im August 2019 stattfand, ein Grillabend mit jungen Menschen und PolitikerInnen aus der Region geplant. Am Sonntag widmete sich das Jugendforum noch den schon vorliegenden Anträgen an den Jugendfonds. Ebenso wurde eine Terminplanung für das Jahr gemacht.      Die mehrtägige Begegnung auf den Plenumswochenenden ist zu einem wichtigen Eckpfeiler geworden, auf welchem sich die Mitglieder des Jugendforums besser kennenlernen, ihre Gruppendynamik stärken und Ideen für das Jahr entwickeln bzw. Projekte planen. Corona-Situation Auch das Jugendforum im Landkreis Meißen wurde durch die Corona-Pandemie natürlich in seiner Arbeit beeinflusst. Schon bald nach dem Plenumswochenende begann der erste Shutdown und die eigentlich für das Frühjahr geplanten Treffen zur weiteren Planung der angedachten Projekte konnten nicht stattfinden. Erst Ende Mai 2020 war wieder ein Treffen zwischen den Jugendlichen möglich. Nichtsdestotrotz blieb das Jugendforum digital in Kontakt und entwickelte erste Ideen, wie die Arbeit des Jugendforums auch unter Pandemie-Bedingungen umgesetzt werden kann, bzw. wurde überlegt, wie das Jugendforum Jugendliche und Projekte für Jugendliche in dieser schwierigen Situation unterstützen konnte. Dabei ist als erstes die Entscheidung zu nennen, den Jugendfonds bewusst auch unter dem Gesichtspunkt der Finanzierung von Hygiene-Maßnahmen für Jugendprojekte zu bewerben und auch als Jugendforum selbst Infrastruktur anzuschaffen, welche die Durchführung von Projekten unter Einhaltung von Hygiene-Regeln möglich macht. So wurden z.B. Klapp-Hocker angeschafft, welche insbesondere draußen als Sitzgelegenheiten unter Wahrung der Abstandsregeln eingesetzt werden können und durch das Jugendforum sowohl selbst genutzt, als auch verliehen werden. Auch mussten die bisher für das Jahr geplanten Projekte auf ihre Durchführbarkeit hinsichtlich der veränderten Rahmenbedingungen überprüft werden. Zusammen mit dem Kreisjugendring entschieden sich die Jugendlichen dafür, das geplante Jugger-Turnier erst einmal zu verschieben und auch erst einmal von den Projekttagen zum Thema Ernährung und Gesundheit abzusehen. Eine Bildungsfahrt sollte aber, da sie mittlerweile ein fester Bestandteil des Jugendforums im Landkreis Meißen geworden ist, unbedingt durchgeführt werden. Die Mitglieder des Jugendforums erkannten aber recht schnell, dass eine Fahrt ins Ausland, wie sie ja mit den Zielen Oświęcim und Krakau geplant war, unter diesen Rahmenbedingungen zu große Risiken birgt. Deshalb wurden auf den dann wieder stattfindenden Treffen im Frühsommer neue Ziele für die Bildungsfahrt beraten. Man muss festhalten, dass die Jugendlichen hier sehr besonnen abgewogen haben, welche Ziele unter den neuen Voraussetzungen realistisch durchführbar wären. Schlussendlich fiel die Entscheidung auf Potsdam, was mit Blick auf das neuerliche Infektionsgeschehen im Herbst, bei welchem es gerade in der Region Potsdam erst eine spätere Dynamik gab, retrospektiv betrachtet, eine glückliche Entscheidung war. Mit der neuerlichen Infektionsdynamik im Herbst, welche auch im Landkreis Meißen zum Jahresende hin wieder persönliche Treffen unmöglich machte, musste auch das Jugendforum seine Arbeitsweise wieder anpassen. Abstimmungen über Jugendfonds-Anträge wurden wieder online durchgeführt und auch die alljährlich stattfindende Weihnachtssitzung, bei welcher die Jugendlichen noch einmal auf das vergangene Jahr zurückblicken und ihre Gemeinschaft stärken, musste in einer Videokonferenz stattfinden. Die Fachkräfte des Kreisjugendring bereiteten diese mit allerlei digitalen Methoden vor, damit die von Online- Beschulung und digitalem Studium virtuell ermüdeten Jugendlichen, diese Sitzung sinnvoll für einen nochmaligen Austausch nutzen konnten. Ebenso wurde mit Blick auf die wahrscheinlich weiterhin vermehrt notwendige digitale Arbeit für das Jugendforum ein eigener Laptop angeschafft, der von den Jugendlichen zur Erfüllung ihrer Arbeit genutzt werden kann bzw. den Mitgliedern des Jugendforums zur Verfügung gestellt werden kann, die sonst nicht die technischen Möglichkeiten zur Teilnahme an den digitalen Sitzungen haben. Landratswahl im Landkreis Meißen 2020 lag der Fokus des Jugendforums in politischer Sicht auf der Landratswahl in Meißen am 11. Oktober. Diese außer-turnusmäßige Wahl war durch den Rücktritt des bisherigen Landrats nötig geworden, der im Sommer eine neue Stelle antrat. Insbesondere die Kreisebene, in welcher der Landrat nicht nur Leiter der Verwaltung ist, sondern auch dem Kreistag als höchstem Beschlussgremium auf Kreiseben vorsitzt, hat auch für Jugendliche eine besondere Relevanz. Jugendamt und Jugendhilfeausschuss sind hier verortet und damit ist der Landkreis ganz besonders für jugendrelevante Themen zuständig. Dies ist aber – leider nicht nur bei Jugendlichen – wenig bekannt, weshalb sich das Jugendforum dafür entschied, hier jungen Menschen aus dem Landkreis Meißen Informationen zur Wahl und den zur Wahl stehenden Kandidaten anzubieten. Da abzusehen war, dass im Herbst 2020 keine große Veranstaltung wie die Wahlparty aus dem Vorjahr verantwortbar sein würde, einigten sich die Jugendlichen auf eine realisierbare Variante. Es sollte eine Broschüre mit Informationen und Wahlprüfsteinen entstehen. Dazu wurden auch andere Jugendgruppen aus dem Landkreis mit einbezogen, welche Fragen und Themen sie in Bezug auf die Wahl und dahingehenden Belangen junger Menschen haben. Unter dem Motto „7 Jahre – 7 Fragen. Fragen zur Landratswahl 2020“ wählten die Mitglieder des Jugendforums aus den gesammelten Fragen die häufigst Genannten aus. Diese wurden um einige persönliche Fragen zu den Kandidaten ergänzt. Die eingesandten Rückantworten der Kandidaten wurden dann in einer Broschüre veröffentlicht, welche im Landkreis verteilt sowie digital geteilt wurde und eine große Resonanz fand. Aus vielen Rückmeldungen dazu kann man festhalten, dass die Broschüre im schulischen Kontext zur Besprechung der Wahl genutzt wurde, von vielen Jugendlichen als Informationsquelle genutzt wurde, aber auch bei Erwachsenen auf großes Interesse stieß. Sie war praktisch auch die einzige, zwischen allen KandidatInnen vergleichende Informationsquelle, welche zu dieser Wahl veröffentlich wurde. Dies ist in Hinblick auf die Informationsmöglichkeiten der Wählerinnen und Wähler im Landkreis natürlich bedauerlich, zeigt aber vor allem, dass sich die Jugendlichen des Jugendforums im Landkreis Meißen nicht mit bestehendem zufrieden geben, sondern in diesem Fall mit Hilfe des Jugendforums für ein konkretes Problem selbstständig eine Lösung geschaffen haben, welche nicht nur, aber ins besonders jungen Menschen im Landkreis einen tatsächlichen Mehrwert gebracht hat. Inhaltlich wurde der Fokus der Jugendlichen auf das persönliche Kennenlernen und die politischen Visionen der KandidatInnen gesetzt. Die Jugendlichen interessierten sich besonders für die für sie relevanten Themen wie Mobilität im Landkreis, Umweltpolitik und Ideen, um den Landkreis für junge Menschen attraktiver zu machen. Die Antworten der KandidatInnen wurden redaktionell nicht mehr bearbeitet, sondern direkt so übernommen. Jugendfonds Seit September 2016 vergeben die Mitglieder des "Jugendforums im Landkreis Meißen" saus dem "Jugendfonds" Projektgelder bis zu 500 Euro an Jugendgruppen aus dem Landkreis, die gute Projektideen haben. Dafür müssen diese einen Antrag stellen, welche dann in den Treffen des Jugendforums diskutiert und abgestimmt werden. Den Jugendlichen ist in den Beschlussrunden nicht nur die Einhaltung der Richtlinien wichtig, sondern auch die Nachhaltigkeit von Anschaffungen, Umgestaltungen und Projekten. Aber eben auch das Schaffen von alternativen Angeboten zum üblichen Alltag, Motivation Jugendlicher zu mehr Engagement. Sie legen bei Ihren Entscheidungen viel Wert darauf, dass die eingebrachten Projekte das Gemeinwesen bereichern, das örtliche Miteinander befördern und die Aktivitäten in Eigeninitiative passieren. So sollen beispielsweise Räume eigenhändig gestaltet und niemand beauftragt werden. Auch wenn manchmal ein Hauptamtlicher die Antragstellung unterstützt hat, ist den jungen Menschen im Jugendforum wichtig, dass die deutlich die Initiative zu den Projekten von Jugendlichen kam. Insgesamt wurden im Jahr 2020 30 Projektanträge gestellt. Davon wurden 25 bewilligt und 6 abgelehnt bzw. aufgrund der Corona-Pandemie zurückgestellt, weil von Seiten der Antragsteller eine Durchführbarkeit in 2020 nicht mehr als realistisch angesehen wurde. Bei den regelmäßigen Sitzungen wird über die aktuellen Anträge diskutiert und mit einfacher Mehrheit abgestimmt. Bei den Abstimmungen kommt es auch zur Ablehnung mancher Projektanträge. Gründe hierfür sind bspw. eine fehlende nachvollziehbare Aufschlüsselung der Kosten oder die unzureichende Nachhaltigkeit der Anschaffung. Auch, wenn das Projekt nicht konkret Jugendlichen zugutekommt, kann ein Antrag abgelehnt werden. Einschränkungen durch Corona Als im Frühjahr 2020 die Corona-Pandemie nach Deutschland kam, mussten viele Projekte auch im Landkreis Meißen abgesagt bzw. verschoben werden. Einige Vorhaben, die vom Jugendfonds gefördert werden sollten, fanden daher mit einer zeitlichen Verzögerung statt - es war jedoch ersichtlich, dass die meisten Antragstellenden ihre Projekte auch unter erschwerten Bedingungen unbedingt umsetzen wollten. Gerade die Zeit nach dem ersten "Lockdown" im Sommer wurde für Ferienfreizeiten, Workshops und Aktionen genutzt. Da bis Jahresende nicht alle bewilligten Projekte umgesetzt werden konnten, wurde sich darauf geeinigt, diese für das nächste Jahr vorzumerken - vorausgesetzt, ein neuer Antrag wird dann eingereicht. Projektvorstellungen – im Folgenden wird aus ausgewählten Sachberichten zu Anträgen zitiert und diese teilweise kommentiert. Daran anschließend folgt eine Übersicht der restlichen geförderten Projekte mit Kurzbeschreibung: Blochwitz In diesem Jahr kam ein Antrag erstmalig aus Blochwitz - ein Ort, zu dem bislang wenig Vernetzung bestand. Gefördert werden sollte die Umgestaltung der Räumlichkeiten im Dorfgemeinschaftshaus. Die beantragte Summe überstieg mit 1000 € zwar das Budget des Jugendfonds, wurde jedoch aufgrund der Besonderheiten stattgegeben. Das Jugendforum entschied sich u.a. positiv, da in dieser Gegend sonst kaum Angebote für Jugendliche bestehen und die finanziellen Eigenmittel vor Ort stark begrenzt waren. Nachdem die Aktion aufgrund der Corona-Pandemie um sechs Monate verschoben werden musste, realisierten die Kinder und Jugendlichen, begleitet von einem Graffiti-Künstler und anderen UnterstützerInnen, die Gestaltung der Innenwände des Gemeindehauses Blochwitz nach historischen Motiven im Graffiti-Stil. Mithilfe von Schablonen und Vorlagen entstanden Ortsansichten in monochromer Optik. Auch ihre eigenen Ideen konnten die Jugendlichen im Anschluss umsetzen. Der gestaltete Raum steht den Kindern und Jugendlichen vor Ort ab sofort zur Verfügung. Hier können künftig neue Workshopideen entstehen und umgesetzt werden. Für die Kinder und Jugendlichen in Blochwitz war die Aktion sehr gemeinschaftsstärkend mit Ergebnissen, die sich nachhaltig positiv auf das Selbstwertgefühl dieser jungen Menschen ausgewirkt haben. Sachbericht "Großenhainer Jugendsommer 2020" "Unsere gemeinsame Projektidee des „Großenhainer Jugend-Sommers 2020“ konnten wir in diesem Sommer in die Tat umsetzen. Mit verschiedenen Partnern, der Stadtverwaltung Großenhain, der Mobilen Jugendarbeit und dem Atelier Sebastian Bieler sind unsere Vorstellungen und Ziele im Projekt gelungen veranstaltet worden. Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben in den 4 Wochen in den Sommerferien das Angebot „Großenhainer Jugend-Sommers 2020“ genutzt, 55 allein im Graffiti-Projekt. Die gesamte Eisenbahnunterführung (mehr als 300m²) wurde von den jungen Menschen komplett neugestaltet. Die weiteren Angebote des Projektes, wie Geocaching und T-Shirt-Druck wurden ebenfalls angenommen. Das Angebot der Skateboard- und BMX-Nutzung vor Ort mit den Mobilen Rampen des Vereins hat das gesamte Sommerferienprojekt deutlich bereichert. Über den gesamten Projektzeitraum haben einige unserer Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Filmkamera in die Hand genommen, verschiedene Sequenzen gefilmt und kurze Interviews mit anderen Projektteilnehmern geführt. Der Film dafür befindet sich aktuell in der Fertigstellung. Mit einem sich stets weiter entwickelndem Konzept wurden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Graffitiprojektes zum jeweiligen Wochenbeginn in die Technik des Graffitis eingeführt. Dieses wurde maßgeblich von unseren jungen Anleitern im Projekt ausgeführt, die in den vergangenen Jahren selbst Teilnehmer in Graffitiprojekten waren. Unsere jungen Leiter waren es auch, die im alltäglichen Morgenkreis das Wort ergriffen, um anstehende Fragen zu beantworten und die Teilnehmer und Teilnehmerinnen bei der Umsetzung ihrer verschiedenen Motivwünsche zu beraten und zu unterstützen. Sie zeigten ihnen die Technik der richtigen Vorbereitung der einzelnen Motive mittels selbst erstellter Schablonen oder auch in teils mühevoller Kleinarbeit die Umsetzung von Ideen in freiem Graffiti Sprühen. Die Unterstützung des Jugendforums für unsere gemeinsame Projektidee war dabei sehr hilfreich." Sachbericht „Elbgeflüster & Landpartie – Naturnah als Landei“ "In der Ferienwoche vom 20.07. – 24.07.2020 führten wir in Hirschstein ein Zeltlager der Schulnahen Projekte der Oberschule Lommatzsch, der „Heinrich Zille“ Oberschule Radeburg, der Oberschule „Kurfürst Moritz“ Boxdorf und der Oberschule Schönfeld durch. Hierbei nahmen insgesamt 21 Schülerinnen und Schüler und die Schulsozialarbeiter_innen der jeweiligen Schule teil. Ziel war die Vernetzung der Jugendlichen im ländlichen Raum, demokratische Prozesse zu steuern und zu erleben. Des Weiteren wurden vielfältige erlebnispädagogische Möglichkeiten angeboten, um die aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt und Natur zu erfahren. Um dem Motto des Feriencamps „Elbgeflüster & Landpartie – Naturnah als Landei“ gerecht zu werden, entschieden wir uns für ein Zeltlager. Hierfür beantragten wir bei dem Jugendforum 500€, welche wir für zehn Zelte ausgaben. Diese waren auch nötig, da nicht jeder Teilnehmer ein eigenes Zelt besaß. Aufgrund der Covid-19 Pandemie und den damit verbundenen Hygieneauflagen, sollte jeder Schüler und jede Schülerin die Möglichkeit erhalten, ein eigenes Zelt zu beziehen. Dies wurde von der Jugendlichen dankend angenommen und ermöglichte auch finanziell schlechter gestellten Kindern die Teilnahme am Camp. Dafür möchten wir uns als Schulsozialarbeiter_innen der JuCo Soziale Arbeit gGmbH und im Namen der Jugendlichen beim Jugendforum bedanken." Sachbericht "Hip-Hop-Woche 2. 0" "Hip-Hop Woche 2.0" war eine ereignisreiche, anstrengende aber dennoch erfolgreiche Woche. Im Vergleich zum vergangenen Jahr nahmen 15(+1) Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren am Angebot teil. Es hat sich erneut gezeigt, dass ein gemeinsames Ziel, die Gruppendynamik stärkt. Das Ziel dieses Projektes war, die Abschlusspräsentation. Bei dieser Präsentation konnten die TN mitbestimmen, wie und was Sie auf die Beine stellen wollen. Rund 60 BesucherInnen konnten das Erlernte der Kids, bei der Abschlusspräsentation, bestaunen. Beim anschließenden Grillen, wurde sich noch einmal intensiv ausgetauscht. Schon bestehende Talente wurden gestärkt und neue Fähig- und Fertigkeiten erlernt und gefestigt. Die TN aus ganz unterschiedlichen sozialen Umfeldern, brachten in 5 Tagen etwas Tolles auf die Bühne und trotz der diversen sozialen und/oder leistungs-Unterschieden entwickelten sich Freundschaften und es wurde sich gegenseitig (so gut es ging) geachtet und unterstützt. Trotz Corona und nicht-passendem Wetter, konnte auch eine Übernachtung in den Räumlichkeiten des Kinder- und Jugendtreffs Kombi stattfinden. Nach einem gemeinsamen Filmeabend, mit School of Rock, waren die TN bei Zeiten im Schlafsack verschwunden. 5 Tage, 15(+1) Kinder und 3 Workshops mit 3 WorkshopleiterInnen, konnten trotz Krankheitsfall und Ausfall der LeiterInnen flexibel und problemlos durchgeführt werden. Jeden Morgen gab es kleine Aufwärm-Runden mit verschiedenen Spielen (Hip-Hop Bingo, der Vorhang fällt, etc.) Die positiven Resonanzen der Eltern, zeigte einmal mehr, dass sich eine 5-Tage Woche auszahlt. Kinder seien über sich hinausgewachsen und haben durch neu erlernte Dinge, ihr Selbstbewusstsein gestärkt. In diesem Jahr wurden wir auch von den Flexis aus Radebeul besucht, welche in geschlechtergetrennten Gruppen über die Thematik „Sexismus im Hip-Hop“ sprachen. Einige Kids waren an diesem Thema mehr interessiert, andere weniger und zogen diese Thematik ins Lächerliche. Diese Thematik wurde altersentsprechend angepasst und zeigte auf, dass die TN dafür doch noch etwas zu jung waren. Fazit dieser Woche: Anstrengung und Zusammenhalt zahlen sich aus! Neue Talente wurden geweckt und auch nach wie vor, tragen die TN ihr Shirt aus dem Siebdruck-Workshop mit vollem Stolz und erfragen immerzu die nächste Hip-Hop Woche. Von einigen Eltern ist zudem bekannt, dass TN auch zuhause die Bewegungen aus dem Breakdance-Workshop üben." Weitere geförderte Projekte waren: Anschaffung einer Anlage für die „unüberBEATbar“, OJH Riesa - Aufbau eines Musikstudios, in dem Jugendliche ihre eigene Musik produzieren können Anschaffung einer Moderationswand, Ev. Jugend Meißen-Großenhain - Planungen u.a. eines Geländespiels für 150 Kinder und anderer Projekte durch und mit Jugendlichen Anschaffung Strahler für Veranstaltungen, TEN-SING-Projekt des CVJM Coswig - Workshops für Jugendliche, um sich im Bereich Theater, Tanz und Band selbst auszuprobieren, inklusive eigenständiger Bedienung der Bühnentechnik Produktion bedruckter T-Shirts, Großenhainer Jugendverein Impuls e.V. - Stärkung des Teamgefühls und Öffentlichkeitsarbeit durch einheitlichen „Club-Look“ Anschaffung Bauteile für eine Murmelbahn, Sprungbrett e.V. Riesa - Vorhaben von Jugendlichen die längste Murmelbahn der Stadt zu bauen und dabei Gruppenkompetenzen zu stärken Anschaffung Galerieschienen für Ausstellungsfläche, Noteingang e.V. Radebeul - Schaffung einer Ausstellungsfläche für jugendliche KünstlerInnen, u. a. in Kooperation mit einem Ganztagesangebotes einer Schule Anschaffung Spielmaterialien, ZJ 21 e.V. Großenhain - Schaffung von Angeboten für Kinder und Jugendliche unter Pandemie-Bedingungen Produktion bedruckter Loop-Schals, Barnyard Club Radebeul - Schaffung einheitlicher Mund-Nasen-Bedeckungen zur Nutzung auf der Skate-Anlage Materialien für den Bau eines Jugendbeach, Projekt Radebeuler Stadtkind - Gestaltung des Freigeländes eines neuen Jugendprojektes in Radebeul nach den Ideen der jungen Menschen Anschaffung Malermaterialien, JugendClub Bauda - Neugestaltung des Jugendclubs nach Übernahme durch neue Generatin Jugendlicher Bau mobiler Skate-Elemente, Roll-Laden e.V. in Großenhain - Unterstützung von Jugendveranstaltungen durch die Bereitstellung der mobilen Skate-Elemente Anschaffung Hygieneartikel, Fahrtkosten, Outdoor-Artikel für Ferienfreizeit, CVJM Großenhain und CVJM Coswig e.V. - Gestaltung einer Ferienfreizeit durch Jugendliche unter den Bedingungen der Corona-Pandemie Produktion Schlüsselanhänger, Noteingang e.V. Radebeul - Schaffung eines Angebotes für junge Menschen im Rahmen des Radebeuler Weinfestes unter den Bedingungen der Corona-Pandemie Anschaffungen Hygieneaufwendungen, CVJM Jugendpfarrhof Skassa - Durchführung des Ritterlagers für über 200 Kinder unter den Bedingungen der Corona-Pandemie Anschaffung Spiele, Schulsozialarbeit Radeburg - Möglichkeitsschaffung einer attraktiven Pausengestaltung unter den Bedingungen der Corona- Pandemie Anschaffung Küchenmöbel für Sanierung, Kath. Jugendgruppe Heilig Kreuz, Coswig - Schaffung der Möglichkeit zum gemeinsamen Kochen für die Jugendgruppe Anschaffung Stoffe für Kostüme, Tanz- und Fitnessclub Arriba Coswig - Angebote der Tanzgruppe für junge Menschen auch während der Corona-Pandemie Honorarkosten und Materialien Gestaltung von Wänden, DRK Wasserwacht Riesa/Strehla - Gestaltung von Wänden durch Jugendliche, um ein beliebtes Freitzeitziel von ihnen noch attraktiver zu machen Anschaffung Beamer für digitale Veranstaltungen, Junge Gemeinde Nossen - Schaffung der Möglichkeit zur Durchführung von Videokonferenzen, um die Jugendlichen zu beteiligen, welche unter Corona-Bedingungen nicht in Präsenz anwesend sein können Anschaffung DJ-Mixer OJH Riesa - Ersatzanschaffung für Mischpult zur Durchführbarkeit des wöchentlichen Musik-Angebotes Anschaffung Materialien für Graffitiprojekt, Exil Kinder- und Jugendhaus Coswig - Schaffung legaler Graffiti-Flächen vor einem Jugendhaus in Coswig Insgesamt kann festgehalten werden, dass sich die Bekanntheit des Jugendfonds nochmals gesteigert hat und er von Jugendgruppen und Projekten für junge Menschen gut nachgefragt wird. Im Jahr 2020 haben die Mitglieder des Jugendforums verstärkt die Möglichkeit wahrgenommen selbst einige der Projekte zu besuchen, um zu begutachten, was mit den von ihnen bewilligten Mitteln umgesetzt wird. Dies geschah vor allem im Rahmen des Projektes Aktival24, welches der Kreisjugendring und das Flexible Jugendmanagement durchführen. Dadurch lernten die Mitglieder des Jugendforums noch einmal mehr Jugendgruppen kennen und konnten über ihre Arbeit im Jugendforum berichten. Öffentlichkeitsarbeit Mit der Erarbeitung von Werbemitteln wird einerseits das Gruppengefüge unter den Mitgliedern des Jugendforums gestärkt sowie andererseits eine Außenwirkung erzielt, die das Jugendforum bekannt macht. Neben den stets aktualisierten Printmaterialien und bedruckten Textilien (Beutel und Pullover) kamen die Jugendlichen in diesem Jahr auf die Idee, mobile Desinfektionsfläschchen mit dem Corporate Design des Jugendforums auszustatten und diese als Werbemittel zu benutzen. Die Flaschen sind aufgrund des aktuellen Bezugs und der Nutzbarkeit im Alltag sehr beliebt und werden stark nachgefragt. Ebenfalls passend zum aktuellen Jahr wurden Zollstöcke bedruckt, die an ausgewählte Akteure gegeben wurden. Gerade in Zeiten des Abstandshaltens kamen diese auch bei Plenumssitzungen zum Einsatz, um Mindestabstände zwischen den Teilnehmenden zu messen. Sehr beliebt für die Öffentlichkeitswirksamkeit sind nach wie vor die bedruckten College-Schreibblöcke, da diese von den jungen Mitgliedern sowie von der Zielgruppe besonders gut genutzt werden können. Zum Jahresende hin wurden auf Wunsch der Jugendlichen hin noch einmal USB-Sticks und Powerbanks im Stil des Jugendforums produziert, da diese Werbemittel unter den Jugendlichen momentan besonders gefragt sind und somit noch mehr Aufmerksamkeit für das Jugendforum erreicht werden soll. Neben den analogen Werbemitteln war auch die digitale Öffentlichkeitsarbeit wieder ein Fokus der Arbeit. Über Social-Media-Kanäle wurde über die Aktivitäten des Jugendforums informiert und zur Beteiligung motiviert. Auch die Verteilungskanäle des KJR Meißen wurden regelmäßig genutzt, um die Belange des Jugendforums bekannt zu machen. Bspw. haben sich in diesem Jahr im Rundbrief des KJR Mitglieder des Jugendforums selbst vorgestellt und von ihrem Engagement berichtet. Die Strategien der Öffentlichkeitsarbeit finden stets in enger Zusammenarbeit mit den Jugendlichen statt.