Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.
Finanziert und unter- stützt wird das FJM ebenfalls durch
Flexibles Jugendmanagement im Landkreis Meißen
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Aktival24 im Landkreis Meißen
Das Jahr 2024 war beim Flexiblen Jugendmanagement im Landkreis Meißen vor allem durch die in Sachsen stattfindenden Wahlen geprägt. Mit Stadt- und Gemeinderatswahlen, Kreistagswahlen, den Wahlen zum Europäischen Parlament und der sächsischen Landtagswahl war 2024 ja tatsächlich ein Superwahljahr. Natürlich begleitete und organisierte das FJM aber auch wieder bewährte und einige neue Projekte. Neben Jugendforum, Aktival24 und Jugendbildungsfahrt, lag in diesem Jahr der Fokus eben auf den Wahlen. Unter dem Projekttitel „Young Vote“ wurde gesammelt, was wir gemeinsam mit KJR und Jugendforum zu den oben benannten Wahlen organisiert haben. Die dazugehörigen Projekte waren ressourcenintensiv, aber erfolgreich und die Ergebnisse auch in filmischer Version können sich sehen lassen. Nachdem bereits für das Jahr 2023 angedacht, konnte in diesem Jahr nun endlich die von uns organisierte Weiterbildung zum Spiel QUARARO stattfinden. QUARARO ist ein Lernspiel, bei welchem Kinder und Jugendliche verschiedene demokratische Entscheidungsprozesse erleben und erproben können. Das FJM hat diese Methode in den letzten Monaten bereits häufiger eingesetzt und wir sind froh, dass wir mit der Weiterbildung nun für uns noch einmal mehr Handwerkszeug dazu erwerben konnten und das Spiel auch von anderen Fachkräften im Kreis nun genutzt werden kann. Gemeinsam mit Kooperationspartnern konnten wir auch wieder mehrere Wochen der Demokratie bzw. kommunalpolitische Planspiele durchführen. Dafür werden in Klassen Parteien gegründet, die Ideen für ein gemeinschaftliches Projekt entwickeln sollen. Sich gegenseitig von den Ideen zu überzeugen und letztlich die Abstimmung für die eigene Gruppe zu gewinnen, ist für die jungen Menschen nicht immer leicht. Die demokratischen Aushandlungsprozesse trainieren dabei aber die Argumentationsfähigkeit und die Ambiguitäts-toleranz der Jugendlichen. Außerdem setzen sich die jungen Menschen mit der Gewaltenteilung und den Zuständigkeiten im föderalen System auseinander. Im Jahr 2024 konnten wir wieder viele Workshops durchführen. Die Themen reichten dabei von Kinderrechten bis Sexualpädagogik und noch kurz vor Weihnachten werden wir weitere Workshops durchführen. Erstmalig haben wir in diesem Jahr auf Anfrage die Kinderspielstadt in Radebeul unterstützt. Diese fand auf dem Gelände des DKSB Radebeul in der ersten Sommerferienwoche statt und wir konnten unsere Erfahrungen im Bereich Demokratiebildung (Wie funktioniert eigentlich eine Wahl und was macht der Stadtrat so?) und Bürgermeisteramt mit einfließen lassen. Mittlerweile im dritten Jahr gibt es über das koordinierende FLEX-Projekt auf Landesebene für das Flexible Jugendmanagement die Möglichkeit Gelder aus dem so genannten Gesellungsfonds an Jugendgruppen in der Region weiterzugeben, wenn damit die Gesellung, also das Zusammenkommen und gemeinschaftliche Teilhaben an der Gesellschaft gestärkt wird. So kann das Flexible Jugendmanagement hier unkompliziert u.a. Jugendclubs im Landkreis Meißen unterstützen. So konnte zum Beispiel in Lauterbach der Jugendclub seine neuen Räumlichkeiten sanieren und umbauen. Der Kontakt zu dieser Gruppe entstand durch eine Anfrage für eine Finanzierungs-unterstützung, um eine Veranstaltung im Jahr 2022 zu organisieren. Der Vorstand sprach uns an und so entstand ein guter Kontakt mit der Jugend-gruppe. Wir führten Beratungen zu Förderanträgen & Fördermittelakquise durch und waren in Gesprächen mit dem Bürgermeister als Begleitung und Unterstützung vor Ort. Der Ansatz der Komm-Struktur beim FJM funktioniert und der Kontakt wird u.a. durch Projekte wie „Aktival24“ gehalten. Mittlerweile sind die Umbauarbeiten so gut wie abgeschlossen – mit Hilfe von Handwerkern aus dem Ort und jungen, möglichen Nachwuchsmitgliedern – und die Mitglieder hoffen auf frischen Wind, wenn die Einweihung durch ist. Es ist ihnen wichtig, dass der Jugendclub weiter mit Nachwuchs belebt wird und die mittlerweile 30-jährige Vereinsgeschichte weiter fortgeführt werden kann.   Beratung zur Begleitung von Distanzierungsprozessen Im letzten Jahr fand die Modulreihe „Distanzierungsprozesse begleiten. Qualifizierung zum Umgang mit Radikalisierungen bei jungen Menschen“ statt. Diese bot Fachkräften die Möglichkeit sich mit Hin- und Abwendungs-prozessen im Kontext rechter Ideologien auseinanderzusetzen, sozialpädagogische Analyse- und Interventionsmöglichkeiten kennen-zulernen und Grenzen in der Arbeit mit rechtsinvolvierten jungen Menschen zu erörtern. Warum das Ganze? Hier geht es darum eine Ansprechpartnerin für die KollegInnen im Landkreis Meißen zu sein. Was kann ich tun, wenn mir junge Menschen begegnen, die sich klar antisemitisch äußern und dennoch stetig in Kontakt mit mir sein wollen? Welche Handlungsoptionen gibt es für mich? Erreiche ich den jungen Menschen noch mit politischer Bildung oder braucht es doch was anderes? Braucht es Begleitung in der Distanzierung? Muss ich andere schützen? Die aktuellen gesellschaftlichen Dynamiken wirken auch in die jugendlichen Lebenswelten. Ablehnungshaltungen sind für viele im Alltag präsent. Das Normale entsprechender Deutungen wird verstärkt, wo neonazistische Akteure Teil der analogen aber auch digitalen Lebenswelten sind. Ein Teil der jungen Menschen fühlt sich von den Angeboten angesprochen, bleiben aber gleichzeitig in Kontakt mit den Fachkräften vor Ort. Das kann herausfordernd sein und zu Verunsicherung führen. Und dann? Könnt ihr in solchen Fällen bei mir (Marlen Linke) anrufen und das Angebot der Beratung im Umgang mit rechtsinvolvierten jungen Menschen nutzen. Der Ansatz ist ähnlich der „Insofern erfahrenen Fachkraft“ im Bereich der Kindeswohlgefährdung. Eine erste Beratungsstelle zum Thema. Besprechen, reflektieren, gemeinsam Lösungen suchen. Ruft an, wenn ihr Hilfe braucht oder Klarheit wollt, unter 0176 931 803 59. Und auch ansonsten gilt 2025, wie in jedem Jahr: „Wir kommen hin, wenn ihr uns (an)ruft!“
Das Jahr 2024 beim FJM im Landkreis Meißen, oder: Wahlen, Wahlen, Wahlen
Bereits zum 14. Mal konnte das Aktionswochenende im Landkreis Meißen umgesetzt werden, bei dem verschiedene Aktionen am 03. und 04. Mai 2024 stattfanden. In diesem Jahr waren 17 Gruppen angemeldet. Insgesamt konnten über 130 Teilnehmer*innen in 15 Gruppen in der aktiven Umsetzung ihrer Ideen vor Ort besucht und dokumentiert werden. Die vielfältigen Ideen und Projekte reichten in diesem Jahr unter anderem von verschiedenen Garten- und Pflanzarbeiten sowie Müllsammelaktionen im öffentlichen Raum und Instandhaltungs- und Renovierungsarbeiten im Jugendclub. Es boten sich tolle Einblicke in das breit aufgestellte Engagement junger Menschen aus dem Landkreis Meißen für ihr Gemeinwesen. Die ersten Aktionen wurden schon am Freitag begonnen beziehungsweise fanden an diesem Tag statt: Schirmherr Landrat Ralf Hänsel eröffnete das Aktionswochenende in diesem Jahr wieder vor Ort und besuchte das Kinder- und Jugendhaus KAFF in Meißen. Hier wurde der KAFF-Garten fit für den Sommer gemacht. Der Landrat bedankte sich für das Engagement der Gruppe und überreichte den Pokal. Auch das Schmale Haus war in diesem Jahr wieder auf dem Jahnhallenareal aktiv und arbeitete weiter an ihrem großartigen Baumhausprojekt. Frau Nestler vom Familienamt Meißen überreichte den Pokal für das tolle Engagement und lobte auch im Interview mit der Sächsischen Zeitung, welche ebenfalls vor Ort war, das Anpacken der jungen Menschen auf dem Gelände. Auch die Bürger-stiftung Meißen, welche sich dem Jahnhallenareal widmet, war vor Ort, um sich herzlichst für das Engagement des Vereins und der jungen Menschen zu bedanken. Die Gruppe des aufLADEN in Riesa machte wieder ihre jährliche Frühjahrspflanzaktion rund um den Bürgertreff und bereitete ein internationales Picknick für das Wohngebiet vor. Das „Picknick für alle Menschen“ sollte der Begegnung der Menschen vor Ort miteinander dienen – es wurde gegessen, sich miteinander ausgetauscht und ein toller Abend verlebt. Oberbürgermeister Herr Müller war mit vor Ort und überreichte den Pokal für das Engagement für den Tag und im allgemeinen. Ebenfalls besuchte Oberbürgermeister Herr Müller die Gruppe „Grüner Daumen“, welche rund um das offene Jugendhaus Riesa Unkraut jätete, Sträucher verschnitt und Laub entfernte. Auf dem Außen-gelände war also ordentlich etwas los und die Jugendlichen waren hochmotiviert den Arbeits-einsatz an diesem Tag gut zu Ende zu bringen. Im Kinder- und Jugendhaus DOMI in Nossen wurde mit der Neugestaltung eines Bauwagens begonnen, der alsbald als mobiler Jugendclub in der Gemeinde Nossen unterwegs sein soll. Die Pokalübergabe übernahm Bürgermeister Herr Bartusch und bedankte sich bei den jungen Menschen für ihre Unterstützung bei dem Projekt. Im Stadtteiltreff Gröditz wurde rund um das Gelände Rasen gemäht, Hochbeete angelegt und bepflanzt und die Sommerbepflanzung umgesetzt. Der Jugendclub in Rothschönberg war in diesem Jahr mit neuen Mitgliedern am Start und kümmerte sich um die Instandhaltung und Renovierung der Clubräume. Außerdem mussten sie ihr Holzlager vergrößern. Der Jugendclub Skäßchen pflanzte in diesem Jahr wieder mit guter Unterstützung der Jüngsten neue Bäume. Im letzten Jahr mussten auf dem Feldweg zwischen Skäßchen und Skaup Bäume leider aufgrund von Trockenheit entfernt werden, diese wurden nun ersetzt. Oberbürgermeister Dr. Mißbach bedankte sich bei der Gruppe vor Ort mit der Pokalübergabe für das tolle Engagement. Am Samstag ging es dann in die 2. Runde. Der Rollladen e.V. sammelte auf dem Landesgartenschaugelände der Stadt Großenhain Müll ein. Oberbürgermeister Dr. Mißbach war auch hier vor Ort, um bei der Pokalübergabe den jungen Menschen seinen Dank und seine Wertschätzung für die Jugendlichen zu zeigen. Der Jugendverein Impuls aus Großenhain führte auf seinem Gelände und im Gebäude seinen alljährlichen Frühjahrsputz durch. Hier schaute Oberbürgermeister Dr. Mißbach ebenfalls vorbei und bedankte sich für das Engagement, nicht nur an dem Aktionswochenende, sondern auch über das Jahr verteilt. In Böhla werkelte der Jugendclub innen und außen. Es gibt immer etwas zu tun und das Gebäude, welches sich geteilt wird mit dem Fußballverein, benötigt an der einen oder anderen Stelle Sanierungsmaßnahmen. Diesen widmeten sich die Jungs vom Jugendclub unter ihrem neuen Vereins-vorsitzenden. Der Jugendclub in Lauterbach widmete sich den Baumaßnahmen in ihren neuen Räumlichkeiten. Die Gruppe vom KiZ-Treff in Weinböhla sammelte am Freitag und am Samstag in Weinböhla Müll an verschiedenen Stellen. Die Jungsgruppe vom CVJM Coswig machte sich ebenfalls auf den Weg und sammelte entlang des Radweges an der Elbe zwischen Coswig-Kötitz und Brockwitz Müll und andere Kuriositäten auf. Die Wasserwacht des DRK in Riesa organisierte und unterstützte den Aufbau für einen Flohmarkt auf dem Gelände der Freizeitinsel Riesa. Das Ziel dieses Projektes junge Menschen aus dem Landkreis Meißen zu ehrenamtlichem Engagement zu motivieren und an der Gestaltung ihres Lebensumfeldes teilzuhaben, wurde vollumfänglich erreicht. Das Team des Flexiblen Jugendmanagements war gemeinsam mit Mitgliedern des Jugendforums unterwegs und besuchte die einzelnen Gruppen vor Ort, um die Aktionen zu dokumentieren und sich in diesem Rahmen für das ehrenamtliche Engagement zu bedanken. Neben den Pokalen, erhielten die Gruppen in diesem Jahr neue T-Shirts, welche durch die Partnerschaft für Demokratie Coswig finanziert wurden. Die eingeladenen politischen Entscheidungs-träger*innen kamen vorbei und konnten sich ihr eigenes Bild von den Aktionen vor Ort machen. Sie gingen mit den Gruppen ins Gespräch, informierten sich über die aktuelle Lage und überreichten den Pokal für das ehrenamtliche Engagement. An dieser Stelle wollen wir nochmal ein großes Dankeschön an alle beteiligten Gruppen aussprechen für euer Engagement vor Ort und freuen uns auf das nächste Jahr und Aktival24!
Auch 2024 unterstützte und begleitete das FJM wieder die „Woche der Demokratie“ in Zusammenarbeit mit dem Sprungbrett e.V. Riesa. In diesem Jahr an nur einem Standort – an der 1. Oberschule in Großenhain. Ein Standort hat sich 2024 gegen die Durchführung des Planspiels entschieden. Bei einem anderen Standort war fehlende Terminkommunikation ein Hinderungsgrund für die Begleitung. Hinzu kam die Umsetzung des „Planspiel Kommunalpolitik“ an der an der Oberschule Lommatzsch. Die „Woche der Demokratie“ und das Planspiel Kommunalpolitik sind Planspiele, bei denen sich die jungen Menschen zu Parteien zusammenfinden und sich mit demokratischen Prozessen auseinandersetzen. Innerhalb der Parteien werden von den jungen Menschen verschiedene Projektideen entwickelt und ausgearbeitet. Diese werden dann in der Partei abgestimmt und diskutiert – die anderen Parteimitglieder von der eigenen Idee zu überzeugen, ist für die Jugendlichen manchmal nicht ganz leicht. Die demokratischen Aushandlungsprozesse trainieren die Argumentationsfähigkeit sowie die Ambiguitätstoleranz der jungen Menschen. Ein weiterer Bestandteil des Planspiels ist das Kennenlernen der Prinzipien der demokratischen Gewaltenteilung. Im Praktischen heißt das hier: die Jugendlichen nehmen an einer Stadtratssitzung teil und führen Gesprächsrunden mit Vertreter*innen aus dem Stadtrat, von der Polizei und vom Gericht, in denen sie ihre Fragen zu den jeweiligen Arbeitsfeldern stellen können. Die Umsetzung dieses Bestandteils kann nicht an allen Orten umgesetzt werden. Am Ende der jeweiligen Projektwochen stand die Durchführung einer „Stadtratssitzung“ unter der Leitung des bzw. der jeweiligen (Ober-)Bürgermeister*in – hier stellen die Parteien ihre jeweiligen Projektanträge vor, es wird diskutiert, Pro und Contra zu den einzelnen Anträgen diskutiert und am Schluss wird über das beste Projekt abgestimmt. Die Anwesenheit von Vertreter*innen aus der Stadt bei dieser Sitzung ist auch eine Form der Anerkennung gegenüber den Jugendlichen und ihren Ideen. Ziel der Planspiele ist es, den Jugendlichen Verständnis für politische Prozesse und Beteiligung näher zu bringen und sich aktiv mit diesen auseinander zu setzen. Demokratische Prozesse sollen so erfahrbar gemacht werden. Die Rolle des FJM ist besonders vor Ort gefragt: Die pädagogische Anleitung der Gruppen in Zusammenarbeit mit Schulsozialpädagoginnen. Zur Vor- und Nacharbeitung hat das FJM an verschiedenen Beratungen teilgenommen. Die Zusammenarbeit mit dem Sprungbrett e.V. sowie mit der JuCo gGmbH innerhalb dieses Projektes wird weiter angestrebt.
„Woche der Demokratie“ 2024
Girls*Day im Landkreis Meißen 2024
Am 25. April eröffnete Staatsministerin Katja Meier den bundesweiten Girls*Day für unseren Landkreis im AKTI Meißen, der nun zum 20. Mal von der AG „Mädchen und junge Frauen im Landkreis Meißen“ ausgestaltet wurde. Mädchen ab der 6. Klasse konnten sich praktisch und spielerisch mit Berufsorientierung auseinandersetzen. Vorab hatten sie sich für eine Firmenbesichtigung entschieden und nach der Eröffnung ging es in Kleingruppen zu den jeweiligen Unternehmen. Frau Meier ist Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung im Freistaat Sachsen und sie erzählte von ihrem Aufwachsen als Mädchen und von ihrem beruflichen Weg bis zur Verantwortung als sächsische Ministerin. Wie auch schon 2023 stellte uns das Jesus Zentrum Meißen seine Räumlichkeiten zur Verfügung und die Rahmenveranstaltung konnte in diesen tollen zentralen Räumlichkeiten stattfinden. Insgesamt 140 Mädchen waren angemeldet und nutzten diesen Tag für sich und die eigene Zukunft. Auch in diesem Jahr waren wieder viele Firmen dabei und ließen die Mädchen hinter die Kulissen schauen, Fragen stellen und Berufe kennen lernen. Hier waren die Gruppen mit ihren Begleiterinnen unterwegs:     • bei der ASG Sachsen mbH in Nünchritz     • bei der Bäckerei Liebscher in Weinböhla     • bei der Brumm Bau GmbH in Meißen     • bei Dachser SE in Radeburg     • bei Gartenbau Ernst Risse in Coswig     • beim ElektroZentrum Großenhain     • bei den Landesbühnen Sachsen in Radebeul     • beim Malteser Rettungsdienst in Meißen     • bei McDonald’s in Meißen     • bei MedicPlus in Riesa     • im Naturerlebniszentrum Hebelei     • beim Polizeirevier in Meißen     • bei der VSC GmbH in Dresden     • bei Vogt Naturstein und Denkmalpflege in Klipphausen     • Die „AG Mädchen und junge Frauen im Landkreis Meißen“       organisiert diesen bundesweiten Mädchenaktionstag für den Landkreis Meißen und erhält dafür tatkräftige sowie finanzielle Unterstützung aus dem Landratsamt. Die AG setzt sich aus weiblichen Fachkräften im Landkreis Meißen zusammen, die gemeinsam d en Zukunftstag für die Mädchen planen und umsetzen. Ab 12 Uhr gab es einen Mittagsimbiss und die verschiedenen Workshops zum Ausprobeiren sowie für die ganz persönliche Lebens- und Berufsplanung starteten. Sie konnten handwerklich mit Holz und Glas arbeiten, das Boxen ausprobieren, sich mit Medien beschäftigen, Graffiti- und Drucktechniken ausprobieren, Buttons herstellen, über Schönheitsideale diskutieren, Spannendes über gelebte Demokratie erfahren und Beratungsstellen im Landkreis Meißen kennenlernen. Im Workshop der FJMerin ging es darum, miteinander ins Gespräch zu kommen. Im Workshop „Ja oder Nein“ wurden die Teilnehmerinnen aufgefordert zu verschiedenen Aussagen Position zu beziehen und ihre Antwort zu begründen. Es entstanden gute Diskussionen und Gespräche zu Themen wie Wahlen, Miteinander und Bildung. Lernen zu diskutieren und miteinander zu sprechen ist wichtiger denn je. Den Teilnehmerinnen wurde hier Argumentationstraining für den Notfall mitgegeben und bewusst gemacht, dass es wichtig ist eine Meinung zu haben und diese auch zu vertreten. Denn nur wer miteinander spricht, kann auch voneinander lernen.
Jugendbildungsfahrt nach Potsdam und Berlin
Auch in diesem Jahr hatte sich das Jugendforum dazu entschieden eine Bildungsfahrt umzusetzen und jungen Menschen aus dem Landkreis ein Bildungsangebot außerhalb von Schule anzubieten. Gemeinsam überlegten sie wohin es gehen könnte und was schließlich vor Ort inhaltlich getan werden sollte. Neben dem geschichtlichen Themenkomplex DDR, sollte es auch um Politik gehen und auch das Thema Umwelt nahm einen Platz im Programm ein. Vom 14. bis zum 18. Oktober war es dann so weit: 20 junge Menschen zwischen 13 und 25 Jahren aus dem Landkreis Meißen waren unterwegs in Potsdam und Berlin. Mit dem Zug ging es von Dresden nach Potsdam. Am Montag lernte die Gruppe dann allerhand wissenswertes über das historische Potsdam bei einem kurzweiligen, informativen und spannenden Stadtrundgang – vorbei am brandenburgischen Landtag, zum jüdischen Viertel bis hinüber zum holländischen Viertel gab es viel zu erfahren und wissenswertes zu hören. Bevor es zur Stadtführung ging, lernte sich die Gruppe erst einmal kennen. In einer intensiven Kennenlern- Runde kamen die Teilnehmenden miteinander ins Gespräch kommen, tauschten sich aus und teilten ihre Erwartungen an die Fahrt. Am Dienstag ging es dann nach Berlin. Vormittags besuchte die Gruppe die baden-württembergische Landesvertretung und informierte sich über deren Aufgaben. Neben der allgemeinen Vertretung der Interessen des Bundeslandes, gehört auch die Beobachtung und Einwirkung auf die Bundes-gesetzgebung dazu. Außerdem dienen die Ländervertretungen der Kontaktpflege mit den Regierungen der anderen Bundesländer, zu ausländischen Botschaften und zu Verbänden. Bei der Führung konnten die Jugendlichen ihre Fragen stellen und bekamen einen guten Einblick in dieses Arbeitsfeld. Den Abschluss des Besuches bildete das gemeinsame Mittagessen vor Ort – schwäbische Maultaschen. Der Besuch war außerdem eine gute Vorbereitung auf den nachfolgenden Programmpunkt. Denn nach einer kurzen Stadtfreizeit rund um den Potsdamer Platz, ging es dann in den Bundesrat. Am Vorabend hatten die Jugendlichen schon einen kurzen Input zum Thema Gesetzgebungsverfahren und Aufgaben des Bundesrates bekommen. Ihr Wissen sollten sie nun in einem kurzen Planspiel umsetzen. Denn die Gruppe hatte die Möglichkeit, nach einer kurzen Führung durch das Gebäude, ein eigenes Gesetz zu verabschieden. Dazu nahmen die Teilnehmerinnen verschiedene Rollen ein – Bundesregierung, Präsidium des Bundesrates, Vertretung der Bundesländer. Klassisch schlug hier die Bundesregierung ein Gesetzesentwurf vor und die Länder sollten ihre Zustimmung oder ihre Ablehnung in Form von Änderungsanträgen kund-tun. Die jungen Menschen sollten nun ihre Argumente zu Papier bringen und diese dann vortragen. Wer einen Änderungsantrag eingereicht hatte, musste ihn auch vortragen. Schließlich ging es dann in eine Abstimmung für oder gegen den Vorschlag. Die Gruppe hat gute Argumente vorgetragen, diskutiert und abgestimmt zum Thema „Führerschein Klasse B ab 16 Jahren“. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung wurde abgelehnt und zur Überarbeitung frei gegeben. Am Mittwoch waren wir zu Gast in der Biosphäre Potsdam. Unsere Führung stand unter dem Motto: „Exotische Tier- und Pflanzenwelt“ und hatte den Schwerpunkt „Aquasphäre“. Wasser als Lebenselixier der Erde. Bei dieser Führung sollte es um verschiedene Lebensräume und wie diese von den unterschiedlichsten Tieren und Pflanzen bevölkert werden gehen, außerdem um die Bedeutung der Ozeane für das Klima und welche Folgen die Verschmutzung dieser für die Menschen haben. Nachmittags hatten die Jugendlichen noch einmal die Gelegenheit Potsdam auf eigene Faust zu erkunden. Am Abend gab es dann einen kurzen Input zur Geschichte der DDR und die Jugendlichen konnten sich den Film „Das Leben der Anderen“ anschauen. Beide Programmpunkte dienten der Vorbereitung des nächsten Tages, da die Gruppe sehr unter-schiedliche Wissensstände hatte. Schließlich ging es am Donnerstag dann erneut nach Berlin. Vormittags besuchten wir die Gedenk-stätte Berliner Mauer. Direkt an der Bernauer Straße ging die Gruppe auf Recherche entlang des ehemaligen Mauerstreifens. Aufgeteilt in vier Gruppen, beschäftigten sich die Jugendlichen mit den Themen „Der Mauerbau am 13. August 1961: Hintergründe und Auswirkungen“, „Todesopfer der Berliner Mauer und Gedenken“, „Das Leid der Menschen und die Fluchtbewegung“ und „Leben und Kontrolle im Grenzgebiet“. Dabei ging es unter anderem um Fragen wie „Wie reagierte die Bevölkerung in Ost- und West-Berlin auf die Abriegelung der Grenze?“, „Wie wurde früher den Todesopfern der Mauer gedacht?“, „Welche Auswirkungen hatte der Mauerbau für die Menschen an der Bernauer Straße? Welche Spuren kann man an den Häusern heute noch sehen?“, „Wie haben die Menschen ihre Flucht erlebt?“, „Wer war an der Überwachung der Grenze beteiligt?“ und „Was passierte eigentlich mit den unterirdischen U- und S-Bahnhöfen?“. Nach der Recherche fassten die Gruppen ihre Arbeit zusammen und stellten die Ergebnisse im Plenum vor. Hier ging es dann nochmal in eine schöne Austauschrunde, der leider am Ende die Zeit fehlte. Anschließend ging es nach Hohenschönhausen. Bei einer beeindruckenden und sehr guten Führung bekamen die Jugendlichen einen guten Einblick in den Alltag der ehemaligen Untersuchungshaft-anstalt der Staatssicherheit. Durch die Zeitzeugin – selber als Jugendliche inhaftiert – bekamen die jungen Menschen einen guten Eindruck über die Vorgehensweise der Staatssicherheit, über den Haftalltag und über die Geschichte des Ortes. Alles in allem war es eine gelungene und spannende Bildungsfahrt mit 20 interessierten jungen Menschen aus dem Landkreis Meißen. In der Auswertung wurde benannt, dass die Themen gut ausgesucht waren. Kritik gab es vor allem an den Zeitbudgets, so hätte es sich bei einigen inhaltlichen Themen durchaus gelohnt intensiver in den Austausch zu gehen. Dennoch waren die Jugendlichen begeistert von dieser Fahrt und konnten diese gut für sich nutzen – inhaltlich und auch zwischenmenschlicher Ebene. Die Mitglieder des Jugendforums nutzten die Fahrt zudem als Mitgliederakquise und haben sich und das Gremium vorstellen können und hoffen an dieser Stelle, die eine oder den anderen als Mitglied anzuwerben.
„Young Vote“ im Landkreis Meißen
Das Jahr 2024 in Sachsen war durch mehrere Wahlen geprägt: Am 09. Juni fanden die Ortschaftsrat-, Gemeinderats-, Stadtrats- sowie Kreistagswahlen statt, ebenso die Wahlen zum Europäischen Parlament. Am 01. September folgten dann die Wahlen zum Sächsischen Landtag. Gemeinsam mit dem durch FJM und KJR begleiteten Jugendforum im Landkreis Meißen und dem Kreisjugendring entschieden sich die Fachkräfte des FJM dazu mit mehreren aufeinander aufbauenden Projekten diese Wahlen für junge Menschen im Landkreis Meißen zugänglich zu gestalten und ihnen Informationsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Als ein übergeordneter Schritt kann dabei die Einrichtung der Website www.young-vote.info betrachtet werden. Hier wurden sowohl Informationen zu den einzelnen Wahlen jugend-gerecht zur Verfügung gestellt, als auch überparteilichen Informationsveranstaltungen zu den Wahlen gesammelt. Diese Website soll in kommenden Wahljahren weiterentwickelt und genutzt werden. Insbesondere zur Europawahl, wo erstmalig auch junge Menschen ab 16 Jahren, wählen durften, wurden Informationen gesammelt und aufbereitet. Als landkreisweit agierendes Projekt lag das erste Hauptaugenmerk jedoch auf der Kreistagswahl. Gemeinsam mit den jungen Menschen aus dem Jugendforum wurde die Idee einer vergleichenden Broschüre entwickelt und umgesetzt. Sieben Parteien bzw. Wählervereinigungen wurden fünf inhaltliche Fragen gestellt und die Antworten in dieser Broschüre gesammelt. Insgesamt 2000 gedruckte Exemplare der Broschüre wurden über das Netzwerk des KJR und in jugendrelevanten Institutionen verteilt und dienten so jungen Menschen als Informations-, aber auch als Gesprächsgrundlage für haupt- und ehrenamtliche Akteur*innen der Jugendarbeit. Am 04. Mai fand dann eine Diskussionsrunde mit Vertreterinnen und Vertretern der sieben befragten Parteien in Nünchritz statt, um mit jungen Menschen in den direkten Austausch zu gehen. Inhaltlich gemeinsam mit dem Jugendforum vorbereitet, wurde das gewählte Format eines moderierten Positionsspiels von den Politiker*innen gut angenommen und sorgte für interessante Austauschrunden. Anschließend an den moderierten Teil konnte die Gelegenheit genutzt werden, direkt ins Gespräch zu gehen und den Abend bei Pizza ausklingen zu lassen. Die gesamte Veranstaltung wurde professionell aufgezeichnet und zu einem 35-minütigem Video geschnitten, welches ebenso als Informationsgrundlage dienen konnte und auf dem YouTube-Kanal des KJR veröffentlicht ist. Für die Landtagswahlen wurden diese Projektbausteine dann wiederholt. Es entstand wiederrum eine Broschüre. Für diese wurden insgesamt acht Parteien befragt und zusätzlich zu den fünf inhaltlichen Fragen, die jeweiligen Direktkandidat*innen der vier Wahlkreise vorgestellt. Auch von dieser Broschüre wurden 2000 gedruckte Exemplare verteilt. Am 09. August fand dann das Kandidat*innen-Forum in Radebeul statt. Acht Kandidatinnen und Kandidaten, darunter zwei Staatsminister*innen, diskutierten mit dem Jugendforum und anderen jungen Menschen. Auch diese Veranstaltung wurde gefilmt und es entstand ein knapp 45-minütiges Video, welches ebenfalls auf dem YouTube-Kanal des KJR Meißen zu finden ist. Die verschiedenen Projektbausteine haben für junge Menschen – als primäre Zielgruppe – einen einfachen Zugang zu den Themen Wahlen, Demokratie und Kommunal- sowie Landespolitik geschaffen. Auch über diese Zielgruppe hinaus konnten sich Interessierte mit den Materialien und Angeboten auseinandersetzen und sich über die Anliegen der Parteien informieren.