Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.
Finanziert und unter- stützt wird das FJM ebenfalls durch
Flexibles Jugendmanagement im Landkreis Meißen
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Jugendforum im Landkreis Meißen - Sachbericht 2023
Das Jahr beim Jugendforum im Landkreis Meißen Die zweite Jahreshälfte beim Jugendforum war geprägt durch die Umsetzung der Projektideen, welche beim Plenumswochen-ende im Februar entwickelt wurden. So fand am 9. September das   Juggerturnier des Jugendforums  in Großenhain statt. Im Juni wurde sich dazu entschieden, das Turnier in den Rahmen des Großenhainer Jugendfestivals einzubinden. An dem Samstag war also viel los im Sportpark im Husarenviertel, neben dem Juggerturnier, fand der Jubiläums-Skatecontest des Roll-Laden e.V. statt und abends gab es ein Konzert. Für das Turnier hatten sich 5 Mannschaften aus dem Landkreis Meißen angemeldet. 11 Uhr fiel der erste Trommelschlag und bei sehr heißen Temperaturen erlebten wir und unsere Gäste tolle und spannende Spiele auf dem Platz. Die Stimmung war super und die Sportart Juggern ist auch in diesem Jahr wieder ein wenig mehr bekannter geworden �� Der Vorjahressieger hat wieder alles gegeben und seinen Titel in diesem Jahr verteidigt. Die Platzierungen: Platz 1 – Die blauen Schwerter aus Meißen Platz 2 – Junge Gemeinde Riesa Platz 3 – Wasserwichtel 1 aus Riesa Platz 4 – Wasserwichtel 2 aus Riesa Platz 5 – Weinböhlaer Werwölfe Am 23. September fand dann ein   Austauschtreffen mit jungen, ehrenamtlich engagierten Menschen aus Japan  statt. Die Anfrage kam von einem Orga-Mitglied des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin, welche jedes Jahr verschiedene Austauschformate (für Jugendliche, junge Berufstätige und Fachkräfte der Sozialen Arbeit) organisiert. Nach einem kurzen Imbiss zur Begrüßung, startete eine spannender Austausch. Themen waren neben der Vorstellung des Jugendforums und dessen Aufgaben, politische Bildung in Deutschland und Japan, Demokratiewerte und natürlich welches Ehrenamt die jungen Japaner*innen inne haben. Nach der Austauschrunde wurde gemeinsam gespielt. Die Gruppe lernte verschiedene pädagogische Spiele kennen, welche keiner bzw. wenig Kommunikation bedurften außer einer kurzen Erklärung. Dabei war das Auf- und dann wieder Abbauen des Fröbelturmes das größte Highlight. ´Wer das Spiel kennt, weiß, dass hier oft laut und viel und durcheinander gesprochen wird. In dieser spannenden Runde fand die Kommunikation mit wenigen, ruhigen Worten und über Blickkontakt statt. Als Abschluss wurde gemeinsam ein Mittagssnack vorbereitet und schließlich in lockerer Runde gegessen. Die Mitglieder des Jugendforums hatten wirklich viel Spaß, haben tolle Gespräche geführt und freuen sich auf eine Wiederholung! Der Austausch klappte wunderbar, zum Teil auf Englisch, zum Teil mit 1:1-Übersetzung. An dieser Stelle möchten wir uns nochmal für die Anfrage und Einladung bedanken. Es war toll Teil dieses Austauschtreffens zu sein und eine wunderbare Erfahrung sich mit der japanischen Delegation auszutauschen! In der zweiten Herbstferienwoche stand dann die Bildungsfahrt nach Prora auf dem Programm. Die ursprüngliche Idee nach Kiel zu fahren, wurde nach Recherche und viel Diskussion vom Jugendforum abgewählt und sich für das Ziel auf Rügen ausgesprochen. Es war ein Entscheidungsprozess, der u.a. auch finanzielle Gründe hatte, der gut begleitet werden musste, da die Mitglieder sich zuerst für eine andere Idee ausgesprochen hatten. Hier ist es dann die Aufgabe des Trägers, eine gute Begleitung darzustellen. Klar, wäre Kiel interessant. Aber eine Bildungsfahrt sollte themenspezifisch auch Inhalte anbieten und dies war für den Zeitraum in Kiel einfach nicht passend zu organisieren. Also musste ein neues Ziel her. Und auch hier mussten Programmpunkte gestaltet werden. Was alles umgesetzt wurde? Das lest ihr an anderer Stelle. �� Ansonsten war auch 2023 gut gefüllt und das   Jugendforum im Landkreis unterwegs  – sei es bei Aktival24 oder in den Sitzungen der Begleitausschüsse der Partnerschaften für Demokratie Riesa und Coswig. Auch der   Jugendfonds  wurde 2023 wieder gut genutzt und es gab verschiedenste Ideen und Projekte von jungen Menschen aus dem Landkreis Meißen, die Umsetzungsunterstützung suchten. Die Mitglieder des Jugendforums setzen sich in ihren Sitzungen mit den Anträgen auseinander, prüften auf formale Korrektheit und schauten dabei auch immer auf die Kosten. Wichtig ist dem Jugendforum, dass die Projekte nachhaltig wirkten, von Jugendlichen selbst initiiert wurden und allgemein zu ehrenamtlichem Engagement motivierten. Neben Materialien für Renovierungsarbeiten in neuen Jugendräumen, konnten Teamtage unterstützt und technisches Equipment für anstehende Projekte angeschafft werden. Insgesamt wurden im Jahr 2023 14 Projektanträge gestellt. Davon wurden 9 Projektideen nach der Bewilligung umgesetzt, 4 Anträge wurde abgelehnt und 1 Antrag nach der Bewilligung wieder zurückgezogen. Nachfolgend einige Kurzberichte der geförderten Projekte aus diesem Jahr: Kids aus Strehla „Lost Place? Unser Jugendclub soll neu entstehen“ Im Rahmen des Jugendfonds beantragten wir im Mai diesen Jahres Gelder für Wandfarbe und Malerutensilien. Die Umsetzung des Projekts erfolgte am 10. Juni 2023. Hier fand im Jugendclub Strehla die große Maleraktion statt. Bewaffnet mit Pinsel und Rolle ging es den in die Jahre gekommenen und zum Teil schmutzigen Wänden an den Kragen. Dem Aufruf in den sozialen Medien folgten ca. 20 Kinder (unterstützt zum Teil von Eltern). Einen ganzen Tag lang wurde abgeklebt, gemalert und gerollt. Mit dem neuen Anstrich ist wieder ein Schritt in Richtung Wohlfühlort getan. Danke an dieser Stelle an das Jugendforum des Landkreises Meißen, für die Förderung. Jugendliche aus dem OJH Riesa – Neues Monitoring-System für offene DJ-Kurse Das Offene Jugendhaus in Riesa beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der offenen Jugendarbeit. Übergeordnetes Ziel der Arbeit ist es, verschiedene Zielgruppen im Alter zwischen 12 und 21 Jahren bei der Gestaltung und Bewältigung von Lebensalltag und Freizeit zu begleiten und zu unterstützen. Im Rahmen dieser Unterstützung erfahren Jugendliche Selbstwirksamkeit und stärken somit ihre eigene Identität. Im Laufe des Schuljahres 2022/2023 ermöglichten die Mitarbeiter*innen des Offenen Jugendhauses sechs Jugendlichen ein wöchentlich stattfindendes Angebot mit dem Namen DJ-AG. Für das DJ-Setup benötigten die Jugendlichen zwei Monitorboxen. Nach den ersten Workshop-Tagen ging eine der Boxen, welche sich bereits im Bestand des Jugendhauses befunden hat, durch ein Missgeschick der Jugendlichen kaputt. Dank der finanziellen Unterstützung durch den Jugendfond im Landkreis Meißen konnte dieses Gerät neu angeschafft werden. Am Ende der Angebotszeit hatte jeder der Jugendlichen mit Hilfe des Workshopleiters ein eigenes Set produziert. Außerdem lernten die Jugendlichen die Bedienung und den Umgang mit Tontechnik, Turntables und einem Controller. JC Klipphausen – Netzwerken im Ort Der Tag der offenen Tür am 18. Mai 2023 im Jugendclub Klipphausen war wieder eine schöne Erfahrung. Ein Teil der Kids hat den neuen Grill zusammengebaut, der andere Teil hat den Pavillon aufgebaut. Danach haben wir die Palettenbänke noch mit den besorgten Polstern beklebt.  16.00Uhr ging es schließlich los. Es gab Knüppelteig – hergestellt von den Jugendlichen. Leider war der Teig geschmacklich nicht der Hit. Dafür hat er für viel Spaß und Gelächter beim Essen gesorgt.  Wir haben Tischtennis gespielt, Musik gehört und gegrillt. Die Spielekonsole mit Super Mariokart wurde erstaunlicher Weise nicht genutzt.  Durch das ständige kommen und gehen der Leute ist eine Anzahl der Gäste schwierig zu ermitteln. Ich schätze wir hatten ca. 30-40 Gäste. Es war auf jeden Fall ein Erfolg. Es waren Teenager da, die vorher noch nicht im Jugendclub waren. Und es waren auch ältere Gäste da, die in Erinnerungen schwelgten, was früher bereits in diesem Jugendclub los war. Werbung für den Tag der offenen Tür im Jugendclub hatten wir über Instagram, WhatsApp und einen Aufsteller am Kreisverkehr gemacht. Wir hatten dieses Jahr bereits mehr Besucher als im letzten Jahr. Insgesamt war es eine schöne Veranstaltung für alle Beteiligten. Freizeit- und Bildungswerk für Kinder und Jugendliche e.V. – Weiterbildung zu Spielpädagogik Am 13.05.2023 hatten wir, der FBW e.V., Ralph-Torsten Lincke (RTL) in unseren Räumlichkeiten auf dem Campingplatz in Bad Sonnenland in Moritzburg zu Besuch. Ihn hatten wir Juleica-Teilnehmer*innen, bei der Juleica-Schulung 2023 des KJR Meißen e.V.  kennengelernt, als er uns den pädagogischen Teil nähergebracht hatte. Wir waren sehr begeistert von seinen Informationen und Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen und konnten viel mitnehmen. Vor allem bei seinen Spielangeboten wurden wir sehr aufmerksam, weil wir für das Ferienlager immer mal wieder neue Spiele und Spielideen brauchen. Wir fanden seine Spiele sehr interessant und haben während der Juleica-Schulung beschlossen, dass wir auch unseren anderen Betreuer*innen im Verein die neuen Spiele gern vorstellen würden. So konnten wir mit RTL reden und ausmachen das er zu uns kommt. RTL hatte uns eine große Auswahl an Spielen mitgebracht – von Kennenlernspielen bis hin zum Team-Spiel hatte er alles dabei. Er hatte auch Spiele, die man, wenn die Bedingungen da sind, auch mit den Kindern und Jugendlichen nachbauen könnte. Was wir auch sehr interessant fanden. Wir Juleica-Teilnehmer*innen hatten RTL auch darum gebeten unserem Betreuer-Team, den Fröbelturm vorzustellen, da wir in Betracht gezogen hatten diesen auch für das Ferienlager zuzulegen. RTL konnte alle Betreuer*innen von den neuen Spielen überzeugen und wir haben uns auch viel Neues für die kommenden Ferienlager mitgenommen. Alle im Team waren sehr erfreut an unserer Schulung und sind sehr dankbar, dass RTL die Kapazitäten hatte uns neue pädagogische Aspekte und Spiele zu zeigen. Unsere Idee war ja auch, dass wir einen Fröbelturm selber bauen. Wir haben aber gemerkt, dass die Materialanschaffung und der Arbeitsaufwand viel zu hoch sind. Daher haben wir uns doch gemeinschaftlich dazu entschieden, zwei Fröbeltürme zu kaufen, um Geduld und Geschicklichkeit bei den Teilnehmer*innen im nächsten Jahr zu erproben. Vielen Dank für die finanzielle Unterstützung das wir das ermöglichen konnten. Social Club Gröditz e.V. – „Team-Tag in Leipzig“ Nachdem unser Antrag zu unserem „Team-Tag in Leipzig“ im März 2023 bewilligt wurde, konnten wir die Planungen gemeinsam mit den teilnehmenden Jugendlichen finalisieren. Als dann alle organisatorischen Fragen innerhalb der Projektgruppe geklärt wurden, konnten wir am 25.03.2023 unseren „Team-Tag“ starten. Mit insgesamt 13 Jugendlichen, im Alter zwischen 16 und 25, fuhren wir nach Leipzig. Dort teilte sich die große Gruppe eigenständig in drei Untergruppen ein, wobei jedes Grüppchen im Anschluss einen von drei verschiedenen Escape-Rooms meistern musste. Hierbei waren die Gruppen auf sich alleingestellt und erhielten nur selten Hinweise von außen, sofern sie eigenständig nicht vorankamen. Auf diese Weise mussten die Jugendlichen komplett eigenständig lernen im Team zu agieren und durch demokratische Abstimmungen Entscheidungen zu treffen und Lösungen zu finden. Alle drei Teams schafften es, trotz unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen und Herausforderungen, innerhalb der vorgegebenen Zeit, das große Rätsel des jeweiligen Raums zu lösen und als Team die Herausforderung zu meistern. Der Team-Tag in Leipzig konnte dank der Förderung des Jugendforum Meißen erfolgreich umgesetzt werden. Das Teambuilding innerhalb der kleinen und großen Gruppe konnte während des gesamten Ausflugs, insbesondere aber während der Lösung der Escape-Rooms, gefördert und ausgebaut werden. Die gegenseitige Rücksichtnahme sowie Toleranz wurde zusätzlich gefördert, denn durch die Teilnahme vereinsfremder Jugendlicher lernte die bestehende Jugendgruppe auch mit fremden Personen im Team zu arbeiten und unterschiedliche Kompetenzen sinnvoll zu kombinieren. Jedes Teammitglied war für die Gruppen relevant und trug zum Erfolg bei. Mittels demokratischer Abstimmungen trafen die Jugendlichen gemeinschaftlich Entscheidungen und fanden Lösungen für die gestellten Rätsel. Alle teilnehmenden Jugendlichen waren von der Herausforderung begeistert und konnten im Team erfolgreich die unterschiedlichen Probleme und Rätsel lösen. Die anschließende Feedbackrunde war rundum positiv und kündigte bereits einen Wiederholungsbedarf an. Ein abschließendes Teamfoto erinnert die Teilnehmer ab sofort an den Ausflug. Für die gebotene Möglichkeit den Team-Ausflug nach Leipzig umzusetzen und hierfür finanzielle Förderung zu erhalten, möchten wir uns noch einmal herzlich bei Ihnen bedanken! Weitere unterstützte Projekte: Junge Gemeinde Bärnsdorf – „Wir machen unser Kino hier im Dorf selbst“ Jugendliche aus Lichtensee – Neu-Start des Jugendclubs Kinder und Jugendliche aus Lommatzsch – Einrichtung und Fertigstellung der interaktiven Ecke des OH Roll-Laden e.V. – „Bau dir deine Rampe“ Und dann noch: Das nächste Plenumswochenende findet vom 09. bis zum 11. Februar 2024 wieder auf dem Appenhof statt. Wer also interessierte Jugendliche kennt, kann gern zu uns Kontakt aufnehmen (jugendforum@kjr- meissen.de) und sich bei uns melden und Teil des Jugendforums im Landkreis Meißen werden. Weitere Infos gibt es unter www.jugendforum-online.de oder wer mal schauen will, was wir so machen – der schaue auf Instagram vorbei @jugendforum.lkm.
Jugendbildungsfahrt nach Prora
Jugendbildungsfahrt nach Prora Vom 09. bis zum 13. Oktober 2023 fand die Jugendbildungsfahrt des Jugendforums im Landkreis Meißen statt. Insgesamt fuhren 32 Jugendliche aus dem Landkreis Meißen nach Prora. Finanziert wurde die Fahrt aus dem Budget des Jugendforums im Rahmendes Bundesprojektes „Demokratie leben“.Die Mitglieder des Jugendforums initiierten die Fahrt und setzten in ihren Sitzungen verschiedene Impulse zur Umsetzung des Projektes und zu den Inhalten. Dabei sollten neben dem geschichtlichen Aspekt auch das Thema Umwelt eine Rolle spielen. Neben dem Vermitteln von Wissen rund um den Nationalsozialismus und dem Thema Natur-und Umweltschutz, ging es den Mitgliedern des Jugendforums auch darum jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten Bildung auch außerhalb des schulischen Kontextszu erfahren und neue junge Menschen aus ihrem Landkreis kennen zu lernen.Am Montag ging es früh los mit dem Bus nach Prora. Nach einer entspannten Fahrt kamen wir am frühen Nachmittag an, bezogen die Zimmer und erkundeten die Umgebung. Da die Gruppe aus verschiedenen jungen Menschen aus verschiedenen Ecken des Landkreises stammten und sich nicht alle kannten, gab es nachmittags eine intensivere Kennenlern-Runde. Es galt von vornherein Berührungsängste abzubauen oder im besten Falle gar nicht erst entstehen zu lassen. Mittels verschiedener Methoden und Kennenlernspiele kamen die jungen Menschen in erste Gespräche miteinander,erfuhren, mit wem sie die nächsten Tage verbringen würden und hatten die Gelegenheit eigene Barrieren zu überwinden. Ziel war es, dass die Jugendlichen eine Beziehung zueinander aufbauen konnten, in dem sie Fragen beantwortet bekommen und sich anderen mitteilen können: „Wer ist das?“, „Wen kenne ich woher?“, „Wen finde ich nett?“, „Was erwartet man hier von mir?“, „Was erwarte ich?“.Dienstagabend wurde dann auch nochmal spielpädagogisch gearbeitet und die Jugendlichen konnten sich in gruppendynamischen Prozessen üben – mal lauter, mal leiser und dennoch immer miteinander. Als Methoden nutzten wir den Fröbelturm und den Zauberstaub. Der Fröbelturm ist ein Teamspiel, bei dem es um Geschicklichkeit und Kooperation geht. Das Ziel, gemeinsam einen Turm aus Holzklötzen zu bauen erreicht man nur, wenn alle Mitspielerinnen und Mitspieler zusammenarbeiten. Im Spielprozess wird schnell deutlich, ob die Zusammenarbeit funktioniert.Beim Zauberstab ist die Aufgabe, diesen gemeinsam am Boden abzulegen. Der Stab balanciert dabei auf den Fingern der Teilnehmer. Dabei gelten nur einige einfache Regeln: Jeder behält den Kontakt zum Stab, keiner darf von oben auf den Stab greifen.Bei dieser eher simpel klingenden Übung tritt aber alles zutage, was im täglichen Miteinander zu beobachten ist: Wie kommuniziert das Team, wie geht man miteinander um, wenn eine Aufgabe nicht gleich gelingt, welche Rollen gibt es?Bei beiden Spielen wird das Miteinander der Gruppe gefördert und es bot sich die Möglichkeit einen Raum zu schaffen, in dem die Jugendlichen sich gegenseitig „beschnuppern“ können und förderte auf niederschwellige Weise den weiteren Kennlernprozess. Am Dienstagvormittag ging es für die Gruppe zum „Dokumentationszentrum PRORA“. Als erstes gab es einem kurzweiligen Input an einem Modell des KdF-Bades „Kraft durch Freude“ in der Ausstellung. Hier erfuhren sie, dass es sich bei dem Begriff „KdF –Kraft durch Freude“ in erster Linie um eine Organisation handelte, deren ideologisches Ziel es war, aus dem deutschen Volk, eine körperlich gesunde, produktive und kriegstüchtige Volksgemeinschaft zu machen. Dies sollte mittels einer genau bemessenen und durchstrukturierten Freizeit geschehen, die man dem Volk somit ermöglichen wollte. Gleichzeitig sollten das Heimatgefühl, der Nationalstolz und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt werden. Vor diesem Hintergrund entstand Hitlers Idee Erholungsgebiete zu errichten, wo 20.000 Menschen gleichzeitig günstig Pauschal-Urlaub machen können – Propaganda und Stärkung für den Krieg inklusive. In Prora sollte dieses Vorhaben erstmalig realisiert werden. Der fünf Kilometer lange Bau konnte jedoch aufgrund des Kriegsbeginns nie beendet oder gar in Betrieb genommen werden. Nach dem Input begaben sich die TeilnehmerInnen in Kleingruppen zu einer Fotorallye auf das Gelände rund um das Dokumentationszentrum. Anhand von alten Fotos und ausgestattet mit entsprechender Technik, sollten sie erst die verschiedenen Gebäudeteile auf den Fotos finden, Fotos vom jetzigen Zustand machen und eine kleine Präsentation für den Rest der Gruppe erarbeiten und schließlich im Plenum vorstellen.Am Nachmittag gab es dann noch einen Workshop zum Thema „Neue Rechte – aktuelle Entwicklungen am rechten Rand“ Die Jugendlichen setzten sich hier mit verschiedenen Codes und Symbolen aus der rechten Szene auseinander, mit Parteien und Initiativen,aber auch mit Verschwörungserzählungen und rechten Ideologien in Deutschland auseinander und lernten verschiedene Einordnungen kennen. Am Mittwoch ging es dann nach Stralsund. Vormittags stand der Besuch des Ozeaneums auf dem Programm und hier eine Führung zum Thema „Welche Zukunft steckt im Meer?“. Die Themenführung gibt Einblicke in aktuelle Themen der Meeresforschung und -nutzung mit dem Ziel, ein Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen aus dem Meer zu schaffen. Die Ozeane liefern uns Nahrungsmittel oder Medikamente, sind Transportwege und Erholungsort. Zukünftig könnten auch Rohstoffe wie Methanhydrate oder Manganknollen für uns interessant werden. An ihrer möglichen Nutzung forschen Experten auf der ganzen Welt. Darüber hinaus spielen die Ozeane eine wichtige Rolle für das weltweite Klima. Die Erderwärmung und ihre Auswirkungen bestimmen unsere Zukunft mit.Nachmittags hatten die Jugendlichen Zeit nochmals in die wirklich gute Ausstellung des Ozeaneums zurückzukehren oder die historische Stralsunder Innenstadt zu erkunden. Am letzten Tag vor der Abreise mussten die Jugendlichen Entscheidungen treffen. Mit Hilfe des Demokratiespiels „Quararo“ lernten die Jugendlichen in die Themen Vielfalt,Demokratie und Toleranz einzutauchen. In Kleingruppen erarbeiteten sie eine Wertebasis und diskutierten über Entscheidungen im Alltag. Anschließend erlebten siespielerisch die Möglichkeiten verschiedener demokratischer Entscheidungsprozesse und ihrer Auswirkungen. Hier gab es spannende Diskussionen zu den Begriffen Toleranz und Respekt. Die TeilnehmerInnen erprobten und reflektierten, wie faire Entscheidungen getroffen, die Gemeinschaft gestärkt und gleichzeitig Vielfalt und Verschiedenheit respektiert werden können.Nachmittags lag der Fokus wieder auf dem Thema Natur und Umwelt und die Gruppe fuhr zum Nationalpark-Zentrum Königsstuhl. Neben einer kleinen Wanderung durch den Jasmunder Buchenwald unter dem Motto „Wilder Wald“ und dem Besuch der Aussichtsplattform über dem Königsstuhl, hatten die Jugendlichen die Möglichkeit das Museum vor Ort zu besuchen, was auch gut genutzt wurde. Hier konnten sie sich über die Arbeit im Nationalpark, das Weltnaturerbe Buchenwald und die Kreidezeit informieren. Alles in allem war es eine gelungene und spannende Bildungsfahrt mit 32interessierten jungen Menschen aus dem Landkreis Meißen. Die Themen waren gut gesetzt und an der einen oder anderen Stelle hätte es sich gelohnt noch weiter und intensiver in die Themen einzusteigen.Die Mitglieder des Jugendforums nutzten die Fahrt zudem als Mitgliederakquise und haben sich und das Gremium vorstellen können und hoffen an dieser Stelle, die eine oder den anderen als Mitglied anzuwerben. Wir freuen uns auf die nächste Fahrt!